Diesen Monat wird das RCI-Projekt schon 1 Jahr alt. In dieser Zeit durften wir uns und unsere Arbeit bereits an vielen Orten vorstellen. Den Auftakt machten Regina Schäfer und Jörg Rogge in Mannheim. Im Forschungsseminar „Aktuelle Forschungen zu Mittelalter und früher Neuzeit“ am 21.10.2025 stellten sie das Projekt erstmals öffentlich vor. Wenig später, am 6. und 7. November reiste Regina Schäfer nach Brno zum Workshop „Diplomata municipalia: Spätmittelalterliche Privilegien in der politischen Kommunikation zwischen König und Stadt“. Auch hier präsentierte sie das RCI-Projekt der Forschungsgemeinschaft. Das erste Feedback, das wir in Mannheim und Brno zu einem solch frühen Zeitpunkt erhalten haben, war uns eine große Hilfe bei der Konzeption unseres Regestenformulars für die Datenbank. Am 26.11. fand in Mainz der „Tag der Forschung“ statt. Hier durften wir unseren Kolleg:innen am historischen Seminar der Universität Mainz erzählen, was sich in den letzten Monaten schon alles getan hat und erfuhren auch von anderen spannenden Projekten, an denen derzeit in Mainz geforscht wird. Mit dem Freitagskolloquium des Instituts für Stadtgeschichte Münster fand sich dann ein gebührender Jahresabschluss. Unsere Doktorandin Elena Vivien Scharnewski durfte am 19. Dezember dort ihr Dissertationsprojekt vorstellen und berichtete in diesem Zuge auch von der Arbeit im RCI-Projekt. Da die Kolleg:innen in Münster derzeit an ähnlichen Fragestellungen arbeiten, entstand eine besonders fruchtbare Diskussion.
Nach der Weihnachtspause ging es 2026 dann direkt weiter. Unsere beiden Doktorandinnen Elena Vivien Scharnewski und Rebecca Kleinort waren am 30.01. im Landesgeschichtlichen Kolloquium der JLU Gießen zu Gast und konnten nun auch schon erste Beispielregesten, das Datenbank-Framework und auch ihre beiden Dissertationsprojekte vorstellen. Auch hier war das Interesse groß und der Austausch rege, sodass das Feedback Zuhause in Mainz direkt im Team besprochen und eingepflegt wurde. Seitdem sind wir intensiv mit der Vorbereitung des Launches unserer Regestendatenbank beschäftigt. Dass wir bereits an so vielen Orten über unsere Forschung sprechen durften, war für uns ein immenser Gewinn. Gleichzeitig ist es aber auch unser persönlicher Anspruch, unsere Datenbank bestmöglich auf die Bedarfe unserer zukünftigen Nutzer:innen zuzuschneiden. Genau aus diesem Grund veranstalten wir auch am 16. und 17. April unseren ersten RCI-Workshop. Hier möchten wir gemeinsam mit anderen Städteforscher:innen ins Gespräch kommen, um die zum Launch bereite Datenbank, unsere ersten 180 Regesten und die im Projekt entstehenden Qualifikationsarbeiten auf den Prüfstand zu stellen. In dieser Runde soll reflektiert werden, was vielleicht noch fehlt und in Zukunft nachgeliefert werden beziehungsweise bei weiteren Regesten berücksichtigt werden sollte. Auf diese Weise gewährleisten wir, dass die RCI-Datenbank in Zukunft optimal für verschiedenste Forschungsvorhaben genutzt werden kann.
Natürlich ist es damit aber nicht getan. Daher wird Rebecca Kleinort demnächst an der MLU in Halle vortragen und im September gemeinsam mit Regina Schäfer zur „European Association for Urban History Conference“ in Barcelona reisen. Dort wird sich ebenso die Gelegenheit bieten weiter über die Regestendatenbank und die laufenden Qualifikationsarbeiten zu diskutieren.
Wer sich nun denkt „Im RCI-Projekt wird aber ganz schön viel gesprochen“, der liegt damit absolut richtig. Gleichsam gehört aber auch das Schreiben zu unserem Beruf. Daher haben wir auch schon erste Publikationen über die Projektarbeit auf den Weg gebracht. Die Erste wird bald online in der Beitragsreihe „Digitale Geschichte(n)“ auf dem Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung erschienen. Freuen Sie sich in der kommenden Zeit auf spannende Neuigkeiten aus unserem Forschungsalltag und bleiben Sie aufmerksam; denn wer weiß, wo man in Zukunft noch überall auf uns treffen wird?