Historische Karte:
Accurater Prospect u. Grundris der Gegend der Kayserl. Freyen Reichs Stadt Weissenburg am Nordgau, Kupferstich bei Johann Baptist Homann Erben, um 1725.

In einer Reichssteuerliste von 1241 wird Weißenburg mit 40 Mark genannt und kann somit zu diesem Zeitpunkt als Reichsstadt nachgewiesen werden.[1]

Interessant sind an Weißenburg auch die Verpfändungen:

  • 1295 Pfandbesitz am Schultheißenamt geht von Burggrafen von Nürnberg auf Graf Ludwig von Öttingen über[2]
  • 1315 Verpfändung der Stadt an den Bischof von Eichstätt[3]
  • 1325 Verpfändung der Stadt an den Burggrafen von Nürnberg[4]
  • 1341/42 Stadt löst die Pfandschaft von Burggraf Johann von Nürnberg und seiner Schwester Agnes[5]
  • 1349 erneute Verpfändung durch König Karl IV. an die Nürnberger Burggrafen Johann und Albrecht
  • 1360 Weißenburg löst die Pfandschaft[6]

Darüber hinaus ist Weißenburg auch an dem Fräkischen Landfrieden beteiligt.


[1] Siehe MGH Constitutiones III, S. 2–5, hier S. 4.

[2] RI VI,2 n. 612.

[3] [RI VII] H. 10 n. 11.

[4] [RI VII] H. 10 n. 134.

[5] [RI VII] H. 10 n. 396.

[6] RI VIII n. 3028.

Stadtarchiv Weißenburg

Im Staatsarchiv Nürnberg sind die Weißenburger Archivalien unterteilt in Urkunden und Akten.

Ute Jäger, Die Regesten der Reichsstadt Weißenburg (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, III. Reihe: Fränkische Urkundenbücher und Regestenwerke, Bd. 9), Neustadt a.d. Aisch 2022.

  • Blendinger, Friedrich: Weissenburg im Mittelalter. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken 80 (1962), S. 1–35.
  • Borchardt, Karl: Die Ratsverfassung in Rothenburg, Dinkelsbühl, Weißenburg, Windsheim und Schweinfurt. In: Reichsstädte in Franken. Hrsg. von Rainer Albert Müller. München 1987 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 15), Teilband 1, S. 205–216.
  • Döbereiner, Manfred: Die Wirtschaftsstruktur der fünf kleinen Reichsstädte Frankens in Mittelalter und früher Neuzeit. In: Reichsstädte in Franken. Hrsg. von Rainer Albert Müller. München 1987 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 15), Teilband 2, S. 7–21.
  • Flachenecker, Felmut: Bischofsstadt und Reichsstadt — ein Vergleich (14. – 16. Jahrhundert). In: Reichsstädte in Franken. Hrsg. von Rainer Albert Müller. München 1987 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 15), Teilband 1, S. 254–261.
  • Haberkorn, Peter Friedrich: Weißenburg in Bayern. Stationen seiner Geschichte vom römischen Zentralort zur spätmittelalterlichen Reichsstadt, Mammendorf 1996.
  • Jäger, Ute: Weißenburg und seine Beziehungen zu den schwäbisch-fränkischen Reichsstädten um Spätmittelalter. In: Städtelandschaften in Altbayeern, Franken und Schwaben. Studien zum Phänomen der Kleinstädte während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Helmut Flachenecker und Rolf Kießling. München 1999 (Zeitschrift für Bayrische Lnadesgeschichte, Bh. 15 Reihe B), S. 188–220.
  • Meyerhuber, Sylvia: Die privilegierte Austragsgerichtsbarkeit der freien Rerichsstadt Weißenburg im Nordgau. Frankfurt am Main 2004 (Europäische Hochschulschriften. Reihe II Rechtswissenschaft 4041).
  • Mödl, Gustav: Entwicklungen der Gerichtshoheit in der Reichsstadt Weißenburg. In: Reichsstädte in Franken. Hrsg. von Rainer Albert Müller. München 1987 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 15), Teilband 1, S. 320–327.
  • Pfeiffer, Gerhard: Weißenburg als Reichsstadt, Weißenburg i. Bay. 1968.
  • Rieder, Otto/ Kammerl, Reiner (Bearb.): Geschichte der ehemaligen Reichsstadt und Reichspflege Weißenburg im Nordgau. 3 Bände. Weißenburg 2002.

villa nostra –Weißenburger Blätter. Geschichte – Heimatkunde – Kultur, 1974-heute.