1188 wird Bopfingen als burgus bezeichnet und von Kaiser Friedrich I. als Heiratsgut an seinen Sohn Konrad gegeben. Bopfingen wird im Reichssteuerverzeichnis von 1241 mit 50 Mark angeführt.[1] 1295 erhielten die Grafen von Oettingen nach einer in der gräflichen Kanzlei ausgestellten Urkunde die Schultheißenämter von Dinkelsbühl, Weißenburg, Aufkirchen, Bopfingen und Harburg von König Adolf als Pfand.[2] Weitere Verpfändungen an die Grafen von Oettingen folgten im 14. Jahrhundert, wobei die Dauer und der Umfang unklar sind. 1351 wird Bopfingen mit Dinkelsbühl eingelöst.[3] Eine beabsichtigte Verpfändung 1373 wurde nicht vollzogen. 1322 bestätigte König Ludwig die königlichen Privilegien[4], 1352 König Karl IV.[5] In der Folgezeit wird Bopfingen in den königlichen Urkunden gemeinsam mit Nördlingen und Dinkelsbühl adressiert (z.B. 1366, [RIplus] Regg. Karl IV. n. 6625). Auffällig sind die mehrfach erteilten Befreiungen der Bürger von der Zahlung des Besthaupts (1336[6]; 1350[7]). Die reichsstädtische Geschichte der Stadt endete erst 1802 mit der Besetzung durch Bayern.
[1] RI V,4,6 Nr. 578; MGH Constitutiones III, S. 2–5, hier S. 4.
[2] RI VI,2 Nr. 612.
[3] [RIplus] Regg. Karl IV. Nr. 1873.
[4] [RI VII] H. 1 Nr. 30.
[5] [RIplus] Regg. Karl IV. Nr. 1942.
[6] [RI VII] H. 1 Nr. 258.
[7] RI VIII n. 6652; [RIplus] Regg. Karl IV. Nr. 1680.
Staatsarchiv Ludwigsburg B 165 Bopfingen, Reichsstadt
Hauptstaatsarchiv Stuttgart Bestand H 51 Kaiserselekt
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- Dumitrache, Marianne; Simon M. Haag: Bopfingen. Stuttgart 2006 (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg 31).
- Ensslin, Helmut: Bopfingen. Freie Reichsstadt – Mittelpunkt des württembergischen Rieses. Stuttgart 1971.
- Schaab, Meinrad: Bopfingen. In: Handbuch der Baden-Württembergischen Geschichte. Bd. 2. Die Territorien im Alten Reich. Hrsg. von Meinrad Schaab und Hansmartin Schwarzmaier. Stuttgart 1995, S. 667.
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